Die U-Boot-Waffe der Deutschen Marine

zusammengestellt von Uwe Rodewald
U-Boot Kameradschaft Hamburg e. V.

Einführung

1. Die Boote

1.1 Klasse 240

1.2 Klasse 241

1.3 Klasse 201

1.4 Klasse 202

1.5 Klasse 205

1.6 Klasse 206 / 206 A

1.7 Klasse 212

1.8 Versuchsboote

 

2. Die Tender

 

3. Die Ubootflottille

3.1 1.Ubootgeschwader

3.2 3.Ubootgeschwader

3.3 Ubootlehrgruppe

3.4 Tieftauchtopf

3.5 Ausbildungszentrum Uboote

 

4. Die Einheiten mit ihren Kommandanten

 

5. Die Kommandeure

5.1 Kommandeure der Amphibischen Streitkräfte

5.2 Ubootflottille

5.3 Ubootlehrgruppe

5.4 1.Ubootgeschwader

5.5 3.Ubootgeschwader

 

6. Technische Daten der Uboote

6.1 Klasse 240

6.2 Klasse 241

6.3 Klasse 201 U1-U3

6.4 Klasse 205 U1

6.5 Klasse 202

6.6 Klasse 205 U4-U8

6.7 Klasse 205 U9-U10

6.8 Klasse 205 U11-U12

6.9 Klasse 206

6.10 Klasse 212

 

7. 1997-Jahr der Jubiläen

 

8. Der Uboot-Bau nach 1945

8.1 Howaldtswerke

8.2 Nordseewerke

8.3 Atlaswerke

 

 

 

Die deutsche Ubootwaffe der Bundesmarine.

 

Einführung

In der Zeit nach 1945 hatte die junge Bundesrepublik Deutschland keinerlei Streitkräfte.

Am 09.Mai 1955 wurde die Bundesrepublik als 15 Mitglied in die NATO aufgenommen.

Deshalb mußte auch eine neue Marine geschaffen werden, die ja bis dahin als GMSA, DMRL, LSU (B),Minenräumverband Cuxhaven und Seegrenzschutz bestanden hatte.

In den Vorgaben der WEU (Westeuropäische Union) war die Rede von 12 Küsten-Ubooten mit einer Tonnage von 350 ts.

Der Neuanfang begann am 15.August 1957 mit der Indienststellung von U Hai.

Es ging dann weiter mit U Hecht am 01. Oktober 1957 und am 01. September 1960 mit Wilhelm Bauer.

Diese Boote stammten noch aus dem II.Weltkrieg und dienten nur zur Sammlung von Erfahrungen und zur Ausbildung.

U Hai und U Hecht waren der Ubootlehrgruppe unterstellt worden und Wilhelm Bauer und gehörte zur späteren Erprobungsstelle 71.

Daneben lief aber schon die Entwicklung neuer Uboot-Typen durch Dipl. Ing. Ulrich Gabler vom IKL auf vollen Touren.

Das BMVtg erteilt dann am 16.März 1959 den Auftrag für 12 Uboote der Klasse 201.

Zulauf der Klasse 201 März 1962 mit U 1

Zulauf der Klasse 205 November 1962 mit U 4

Zulauf der Klasse 206 April 1974 mit U 13

Zulauf der Klasse 212 ca. 2002 mit U.... ?.

 

1. Die Boote

1.1 Klasse 240

Ein Boot des Weltkriegstyp XXIII unter der damaligen Nummer U 2365.

Es war am 08.Mai 1945 von der Besatzung im Kleinen Belt versenkt und nach der Hebung durch Howaldt-Werke Kiel grundüberholt worden .

Es wurde als U Hai am 15.08.1957 in Dienst gestellt.

Am 14. September 1966 auf der Doggerbank gesunken (1 Überlebender), der einzige Verlust der Bundesmarine.

Das andere Boot vom Typ XXIII war als U 2367 bei der Kriegsmarine und war im Mai 1945 nach einer Kollision im Großen Belt selbst versenkt worden.

Es wurde als U Hecht am 01.05.1957 in Dienst gestellt.

Technische Daten: Größe 234/375 ts

Länge 36 m

Besatzung 19 Mann

 

1.2 Klasse 241

Ein Boot des Weltkriegstyps XXI unter der damaligen Nummer U 2540.

Es war im Mai 1945 in der Nähe von Flensburg-Feuerschif von der Besatzung selbst versenkt worden. Nach der Hebung fuhr es als Wal um dann bei Howaldt Kiel generalüberholt zu werden. Nach dem die Sondergenehmigung der WEU vorlag (Deutschland durfte nur 350 ts Boote haben) konnte es als Erprobungs- und Versuchsboot unter dem Namen Wilhelm Bauer

am 01.09.1960 in Dienst gestellt werden.

Technische Daten: Größe 1620/1820 ts

Länge 76,7 m

Besatzung 57 Mann

 

1.3 Klasse 201

Es waren kleine Boote für den Ostsee-Einsatz nach Vorgaben der WEU (350 ts) gebaut. Sie wiesen eine hohe Standfestigkeit und starke Bewaffnung auf, die sich auf 8 Bugtorpedorohre verteilte und die Boote klein hielt.

Durch die Schaffung von neuen Tiefenrudern (konvexe / konkave Halbschalen) war es möglich die Geräuschkulisse stark zu mindern. Alle Ausfahrgeräte waren innerhalb der Turmverkleidung plaziert worden. Der Antrieb erfolgte durch Diesel (Überwasserfahrt) und Doppel-Anker-Motor (Unterwasserfahrt) das ergab 12 sm/h über Wasser und 17 sm/h unter Wasser.

Besatzung waren 4 Offz., 4 Portepee-Uffz.,8 Uffz und 5 Mannschaften.

U 1 (S 180) stellte am 20. März 1962 als erstes Boot in Dienst.

U 2 (S 181) stellte am 03. Mai 1962 in Dienst.

U 3 (S 182) stellte am 20. Juni 1964 in Dienst.

Die Boote U 2 und U 3 waren jetzt nach neuen Berechnungen der WEU 450 ts Boote.

Nachdem 1963 kristalline Risse im a-magnetischen Stahl festgestellt worden waren mußten die Boote U 1 und U 2 außer Dienst gestellt werden. Dafür wurden dann zwei neue Boote diesmal als Typ 205 aus Stahl (ST 52) gefertigt und von 1967 - 69 der Truppe zugeführt.

U 3 war vor der Übernahme durch Bundesmarine von 1962 - 1964 leihweise bei der norwegischen Marine als Kobben gefahren.

 

1.4 Klasse 202

Man versuchte neben den Kampfbooten auch besondere Boote für das Küstenvorfeld und die Aufklärung zu konzipieren. Man baute die beiden Boote der Klasse 202 bei den Atlaswerken in Bremen. Die Boote verfügten über eine große Sonaranlage und hatten als Antrieb einen 350 PS Diesel und einen besonderen E-Motor für die Schleichfahrt von 27 PS.

Die Boote bekamen Namen nach bekannten Marinekonstrukeuren.

Hans Techel (S 172) stellte am 14. Oktober 1965 in Dienst

Friedrich Schürer (S 173) stellte am 06. April 1966 in Dienst.

Technische Daten: Größe 100 / 137 ts

Länge 23,1 m

Besatzung 6 Mann

 

1.5 Klasse 205

Die Klasse 205 bestand aus drei Baureihen, die erste U 4 bis U 8 , die zweite umfaßte U 9 und

U 10 und die dritte U 11 und U 12.

Die erste Baureihe wies schon eine größere Festigkeit des a-magnetischen Stahles auf, konnte aber erst in der zweiten Baureihe annähernd korrosionsfest genannt werden. Die dritte Baureihe erfüllte alle geforderten Eigenschaften dieses Stahltyps.

Dieser a-magnetische Stahl war in Österreich entwickelt worden und wurde für die flachen Gewässer der Ostsee als zwingend angesehen. Man wollte eine Unempfindlichkeit der Boote gegenüber Magnetminen erreichen.

Zwischen den einzelnen Baulosen wurden die Bootstypen ständig verbessert, was nur durch den täglichen Einsatz und die Erfahrung möglich war. Diese Erkenntnisse konnten dann in den weiteren Bauten einfließen. Als Beispiel sei nur die Verbesserung der Ruder genannt.

Bei den ersten Booten war eine schlechte Überwassermanöverierfähigkeit gegeben, da sie rein nach Unterwasserfahrverhalten konstruiert waren. Da waren zu kleine Seitenruder und die Schraube saß hinter den Ruderblättern, was bei langsamer Fahrt zu keiner Ruderwirkung führte. Die Neukonstruktion der Ruderanlage erfolgte ab den Booten U 11 und U 12. Die Klasse 206 war gleich mit solchen Ruderanlagen ausgerüstet worden.

 

Technische Daten: Größe 370 / 450 ts

Länge 43,5 m

Besatzung 21 Mann

 

1.6 Klasse 206

Die neue Klasse 206 war auf 18 Boote ausgelegt worden und wurde von Howaldt-Werke Deutsche Werft Kiel und Rhein-Stahl-Nordseewerke Emden gemeinsam gebaut.

Die Boote wiesen eine neue Qualität auf, da der a-magnetische Stahl noch verbessert werden konnte, die Feuerleitanlagen und die Torpedobewaffnung durch drahtgelenkte Torpedo DM2A1 verbessert sind.

U 13 stellte als erstes Boot am 19. April 1973 in Dienst und als vorläufig letztes deutsches Boot U 30 am 13. März 1975.

Im Jahre 1986 begann die Umrüstung der Klasse 206 auf die Klasse 206 A. Es sollte eine verbesserte Kampfleistung und Lebensdauer erreicht werden.

Es wurden im einzelnen die Waffenleitanlage verbessert um eine Mehrfachbekämpfung mit bis zu drei Torpedos zu ermöglichen. Es wurde Aktiv- und Passiv- Sonar mit paralleler Zielverfolgung und passiver akustischer Zielentfernungsmessung eingebaut. Ein Lagebeurteilungs- und Waffenleitsystem verkürzt die Reaktionszeiten erheblich. Datenabgleich und Datenspeicher können in Verbindung mit dem Torpedo DM2A3 zur taktischen Überlegenheit führen und so die Standfestigkeit des Bootes erhöhen.

206 Alpha "Seehecht"

Am 05. November 1996 wurde in Eckernförde mit dem Abschluß der Übergabeverhandlungen nach erfolgter Umrüstung des Unterseebootes U 26 auf den neuen Torpedo DM 2A3 "Seehecht" die zweite Modernisierungsphase zur Ubootklasse 206 A (Alpha) vollendet.

Erhielten die Boote der Klasse 206 A im ersten Umbauschritt von 1988 - 1992 ein hochmodernes Sonar- und Waffeneinsatzsystem, so wurden in der jetzt abgeschlossenen zweiten Phase diese, alle in Eckernförde stationierten Boote, auf den neuen Torpedo "Seehecht" umgerüstet.

Nach der Fertigentwicklung des Torpedos wurde mit U 25 im Herbst 1994 die erste Einheit auf den "Seehecht" umgerüstet. Im nachfolgenden Funktionsnachweis von Dezember 1994 bis März 1995 wurden von der Besatzung insgesamt 27 "Seehechte" auf unterschiedliche Überwasserziele und das Unterseeboot U 11 geschossen.

Mit dem Torpedo "Seehecht", der als schwerer, drahtgelenkter, zielsuchender Torpedo die bislang eingesetzten Torpedos "Seal" und "Seeschlange" ersetzt, verfügt die deutsche Marine über das derzeit wohl modernste Torpedowaffensystem. Die Effektivität des "Seehecht" basiert auf modernster Technologie und entsprechende Einsatzmöglichkeiten. Die Lenklaufstrecke wurde erweitert und die maximalen Lauftiefen an die Einsatztauchtiefen moderner Uboote angepaßt. (Technische Daten sind geheim). Das neuentwickelte Torpedosonar in Verbindung mit der hochentwickelten Signalverarbeitung und intelligenter Zielverlust- und Folgeangriffsprogrammen stellt eine sehr hohe Trefferwahrscheinlichkeit sicher.

Damit stellt der "Seehecht" Fähigkeiten bereit, die heute Maßstäbe setzen und auch bis weit über das Jahr 2000 hinaus den technischen Standard darstellen werden. Mit der jetzt erreichten Kampfkraft und Einsatzfähigkeit wird die Zeit bis zum Zulauf einer neuen Generation von außenluftunabhängigen Ubooten der Klasse U 212 gut abgedeckt. Für diese Boote ist als Bewaffnung eine antriebstechnische weiterentwickelte Version des "Seehechts" vorgesehen. Dabei werden die elektronischen Hauptbestandteile denen des heutigen "Seehecht" entsprechen. Dies macht die derzeit realisierte technische Kompetenz für die Zukunft deutlich.

Technische Daten: Größe 450 / 498 ts

Länge 48,6 m

Besatzung 22 Mann

 

1.7 Klasse 212

Die neuen Boote des Typ 212 stellen eine Revolution im konventionellen Uboot-Bau dar.

Der neue Uboots-Typ wird die entscheidenden Mängel bisheriger Uboote überwunden haben. Sein neues Antriebssystem erlaubt eine wochenlange und nahezu geräuschlose Unterwasserfahrt. Atom-Uboote sind für unsere Marine zu teuer (Baukosten eines Nuklearbootes der USN ca. 1,4 Milliarden) und die Abschirmung des Reaktors und die Schalldämmung ein zu großes Problem. Deshalb ist die Entwicklung der Howaldtwerke-Deutsche Werft und den Thyssen Nordseewerken Emden in Sachen der Brennstoffzellen der ideale Antrieb für konventionelle Uboote. Der Antrieb arbeitet fast geräuschlos und hat kaum Abwärme und erlaubt Tauchzeiten von ca. einem Monat. Die Brennstoffzelle ist der herkömmlichen Batterie weit überlegen, da die getankte Menge an Wasserstoff ein dreifaches leichter ist. Außerdem kann die Füllung, spricht Betankung in kurzer Zeit vorgenommen werden, selbst Hochleistungsbatterien brauchen eine längere Aufladezeit.

Die Gefahr, auf der Tauchfahrt (ca. 20 Knoten) mit Brennstoffzellenantrieb entdeckt zu werden ist sehr gering. Das Boot entzieht sich fast allen Methoden der Ortung. Energiequelle und Elektromotor arbeiten extrem leise. Die Betriebstemperatur der Brennstoffzellen liegt unter 80 Grad und ihre Abwärme wird fast gänzlich dazu verwendet, Sauerstoff und Wasserstoff gasförmig aus den Tanks zu treiben. Es gibt also kein thermisches Profil, was ortbar ist.

U 212 (wenn es dann mal so heißt) soll ab 2002 der Flotte zu laufen, geplant sind vier Boote. Dieser Typ wird auch für andere NATO-Marinen gebaut werden z.B. Italien.

Die Hauptwaffe wird weiterhin die Torpedobewaffnung bleiben, für die HDW einen asymmetrischen Rohrsatz entwickelt hat. Die Torpedos haben keinen eignen Antrieb(wie bisher üblich), sie werden über eine Hydraulikpumpe mit Wasserdruck fast geräuschlos ausgestoßen.

Sie können bis 30 Seemeilen drahtgelenkt werden und sind mit dem bordeigenen FüWES (Führungs- und Waffeneinsatzsystem) verbunden. Es ermöglicht die gleichzeitige Darstellung und Verfolgung mehrerer Ziele sowie gleichzeitige und voneinander unabhängige Führung mehrerer Torpedos.

Technische Daten: Größe 1350 ts

Länge 53,5 m

Durchmesser 6,8 m

Besatzung 22 Mann ?

 

1.8 Versuchsboote

Neben den Kampfbooten der Klasse 205 und 206 / 206 A hatte die Bundesmarine eine Anzahl von Versuchs- und Erprobungsbooten.

Da waren die zwei Klein-Uboote der Klasse 202 Hans Techel und Friedrich Schürer, die Boote waren eigentlich als Vorläufer der Klasse 201 / 205 bestimmt, aber wurden zu spät in Dienst gestellt und waren für die ihnen zugedachten Aufgaben völlig ungeeignet.

U 1 (Klasse 201) wurde mit einem Heckablaufrohr für Torpedos versehen.

U 1 (Klasse 205) wurde um eine Sektion verlängert und mit einer Brennstoffzelle versehen und fuhr ab 1991 unter zivilen Kommando, neuer Name EX U 1, weiter. Das war der Vorläufer des Antriebes für den neuen Typ 212.

U 11 wurde mit einer Doppelhülle versehen (gefüllt mit Styropur), um als Zielboot zu fahren. Es dient immer noch als Zielboot für Torpedoschießversuche und ist in allen Marinen ein gern gesehener Übungspartner. ( Februar 1997 Zusammenstoß mit finnischen Tanker).

U 12 und U 16 dienten als Erprobungsträger für Ortungs- und Waffenanlagen.

 

 

 

 

2. Die Tender

Da ein Uboot nicht auf sich allein gestellt kämpfen kann, braucht Unterstützung, die es durch die Tender erhält. Sie werden auch als Mutterschiffe bezeichnet. Ihre Aufgabe besteht in Versorgung und Führung der Uboote.

Sie können den Geschwaderstab aufnehmen und Uboots-Besatzungen beherbergen und haben alle wichtigen Versorgungsgüter und Torpedos an Bord. Es befindet sich als wichtiges Rettungsgerät eine Druckausgleichskammer an Bord. Sie können bis 2,5 m Wellenhöhe Torpedos bergen und sind damit den Torpedofangbooten überlegen, außerdem fahren sie als Führungs-, Ausbildungs- und Zielschiff.

Im Rahmen der Truppenreduzierung wurden die beiden Tender Lahn und Lech nach knapp 30 Dienstjahren 1991 außer Dienst gestellt.

Tender Lahn ( A 55 )der Klasse 403 wurde bei der Lübecker Flender Werft gebaut und stellte am 24. März 1964 in Dienst.

Im April 1991 außer Dienst gestellt anschließend verkauft.

Technische Daten: Größe 2633 ts

Länge 92,8 m

Besatzung 114 Mann

Tender Lech( A 56 ) der Klasse 403 wurde bei der Lübecker Flender Werft gebaut und stellte am 08. Dezember 1964 in Dienst.

Im Juni 1989 außer Dienst gestellt und verkauft an die Türkey, dort als Ülkü.

Technische Daten: Größe 2400 ts

Länge 92,8 m

Besatzung 114 Mann

Versorger Meersburg (A 1418) der Klasse 701 wurde bei der Flensburger Schiffbau Gesellschaft gebaut und stellte am 25. Juni 1968 in Dienst. Nach Einbau eines Torpedobergekranes wurde die Meersburg von der Versorgungsflottille am 14.12.89 dem 1. Uboot-Geschwader unterstellt.

Technische Daten: Größe 3254 ts

Länge 98 m

Besatzung 68 Mann

Seeschlepper Norderney (A1455) der Klasse 722 wurde bei der Schichau Unterweser Bremen gebaut und stellte am 15.10.1970 in Dienst und wurde mit Aufstellung des 3.Ubootgeschwader als Unterstützungseinheit zugeteilt.

Technische Daten: Größe 854 ts

Länge 47,74 m

Besatzung 31 Mann

 

3. Die Ubootflottille

Für die ersten Boote der Klasse 240 und 241 mußte eine Organisationseinheit geschaffen werden. Die Boote waren zuerst noch dem Kommando Amphibische Streitkräfte in Wilhelmshaven unterstellt. Die Boote der Klasse 240 kamen dann zur Ubootlehrgruppe Neustadt/Holstein und das Boot der Klasse 241 -01.12.62 zur ULG; 26.04.70 a.D.; Umbau bis 20.05.70-nach dem Totalumbau zur Erprobungsstelle 71 und fuhr dort mit ziviler Besatzung, am 27.04.76 Kollision mit dem Zerstörer Lütjens danach am 15.03.83 a.D.-Verbleib Schiffahrtsmuseum Bremerhaven.

Mit dem Zulauf der Boote der Klasse 201 und der Aufstellung des 1.Ubootgeschwaders in Kiel wurde am 01. Dezember 1962 die Ubootflottille in Eckernförde aufgestellt.

Es unterstanden ihr das 1.Ubootgeschwader mit drei Booten und die Ubootlehrgruppe

Am 01. April 1972 wurde das 3.Ubootgeschwader in Eckernförde aufgestellt und es begann der Zulauf der Boote der Klasse 206.

Es erfolgte die Aufstellung des AWU - Ausbildungsgerät Waffensystem-Uboote - ein Simulator der ausschließlich für die Klassen 206 und 206 A konzipiert ist und die Ausbildung auf dem Trockenen stattfinden läßt.

 

3.1 1.Ubootgeschwader

Das 1.Ubootgeschwader wurde am 20. März 1962 in Kiel unter Korvettenkapitän Baumann mit der Übernahme von U 1 aufgestellt. 1969 wurde das Geschwader der NATO unterstellt.

Ab 14. Juli 1974 kam das erste Boot der Klasse 206 hinzu, es folgten 6 Boote, das Geschwader bestand jetzt aus 6 Booten 205 und 6 Booten 206.

Stand: 1994

U 1 (201) 20.03.1962

U 1 (205) 06.06.1967

U 2 (201) 03.05.1962

U 2 (205) 11.10.1966

U 3 10.07.1962 an Norwegen ausgeliehen

unter deutscher Flagge, 22.03.1965 an ULG Neustadt /

1971 abgebrochen

U 4 19.11.1962 01.10.66 an ULG Neustadt / 1976 Verkauf / 1977 abgebrochen

U 5 04.07.1963 01.10.66 an ULG Neustadt / 17.05.74 a.D. / 1976 abgebrochen

U 6 04.07.1963 01.10.66 an ULG Neustadt / 12.07.74 a.D. / 1976 abgebrochen

U 7 16.03.1964 01.10.66 an ULG Neustadt / 1976 abgebrochen

U 8 22.07.1964 01.10.66 an ULG Neustadt / Jan-Okt 75 Erprobungsst. 71 /

1977 abgebrochen

U 9 11.04.1967 1993 Technik-Museum Speyer

U 10 28.11.1967 Juni 1996 Deutsches Marine Museum Wilhelmshaven

U 11 21.06.1968 05.01.87-30.09.88 Umbau zum Zweihüllen - Zielboot

U 12 14.01.1969 (02.04.71 Kollision mit DDR-Frachter "Fritz Reuter")

U 14 19.04.1973 nach KEM Geschwader gewechselt

U 19 09.11.1973 nach KEM Geschwader gewechselt

U 20 24.05.1974 nach KEM Geschwader gewechselt / 26.09.1996 a.D. Auflieger

MArs Wilhelmshaven

U 21 16.08.1974 nach KEM Geschwader gewechselt

U 27 16.10.1974 nach KEM Geschwader gewechselt / 30.06.96 a.D.

Lahn 24.03.1964

Lech 08.12.1964 1966 Reserveflotte/ 1973 nach Eckernförde

Merkur 11.01.1963 11. Januar 1963 zur ULG / 31.10.68 a.D. / 1976 abgebrochen

 

3.2 3.Ubootgeschwader

Das 3.Ubootgeschwader besteht zur Zeit aus 12 Booten der Klasse 206 A und dem Versorger Meersburg (A1418) und ist im Gegensatz zum 1.Ubootgeschwader ein "reiner" Typ-Verband.

Es wurde am 01. April 1972 unter Korvettenkapitän Kramp aufgestellt und am 19. April 1973 kamen die ersten neuen Boote und der Tender Lech. Der Seeschlepper Norderney (A 1455) der Klasse 754, gebaut bei der Schichau Unterweser Werft Bremen, im Dienst 15.10.1970, war als Unterstützungseinheit ebenfalls zugeordnet worden.

Stand: 1994

U 15 17.07.1974

U 16 09.11.1973

U 17 28.11.1973

U 18 19.12.1973

U 22 26.07.1974

U 23 02.05.1974

U 24 16.10.1974

U 25 14.06.1974

U 26 13.03.1975

U 28 18.12.1974

U 29 27.11.1974

U 30 13.03.1975

Norderney 15.10.1970

Meersburg 25.06.1967 seit 08.01.1990 Uflottille

 

3.3 Ubootlehrgruppe ULG

Am 01. August 1959 wurde in Neustadt / Holstein eine Ausbildungseinrichtung unter Fregattenkapitän Reche aufgestellt. Sie unterstand damals, wie die ersten Boote dem Kommando der amphibischen Streitkräfte.

Der Ausbildungsbetrieb begann August 1960. Für die Sicherheit bei der Seeausbildung stand der Seeschlepper Passat (Y 800) , Bauwerft Howaldtswerke Kiel (ca 1930), er stellte am 30.11.1956 in Dienst, nach Umbau am 01.10.1956 seit 15.10.1960 bei der ULG, zur Verfügung. Passat(Y800) stellte am 31.08.1967 außer Dienst und wurde 1971 abgebrochen.

Das ehemalige Räumboot der Kriegsmarine (Baujahr 25.01.1944) Merkur (M 1066) als Sicherungsboot seit dem 11. Januar 1963 bei der ULG, jetzt mit Kennung W 68. Es stellte am 31.10.1968 außer Dienst und wurde 1976 abgebrochen.

Ab 1969 wurde die Ausbildung mit den zulaufenden Booten U 5, U 6, U 7 und U 8 modernisiert und auf den Typ 205 umgestellt. Die Schulboote gingen 1974 außer Dienst und es mußte eine Ausbildungsmöglichkeit für den Typ 206 gefunden werden.

1977 konnte ein 33,5 m Tieftauchtopf für die Rettungsausbildung in Betrieb genommen werden. 1979 erfolgte die Ausrüstung mit einer Ubootantriebsanlage und 1983 mit einem Tiefensteuersimulator.

1983 erfolgte die Einführung der Kommandantenlehrgänge.

Es kann jetzt die geschlossene Unteroffiziers- und Offiziersausbildung dort vorgenommen werden.

1988 mußte die Ubootlehrgruppe ihren Betrieb einstellen und das AWU 206 in Eckernförde übernahm den Ausbildungsbetrieb.

Der Tieftauchtopf wurde von der Schiffssicherungslehrgruppe der Technischen Marineschule übernommen und sie jetzt führt die gesamte Tauchausbildung der Marine durch.

Passat (Y 800)

Technische Daten: Größe 437 ts

Länge 35,82 m

Besatzung 10 Mann

Merkur (ME / M 1066 / W 68)

Technische Daten: Größe 150 ts

Länge 38,60 m

Besatzung 28 Mann

 

 

3.4 Tieftauchtopf

Der Ausbildungsauftrag sieht für die Ubootrettung folgende Fähigkeiten der Besatzung vor

Benutzung der auf Ubooten vorhandenen Rettungsmittel und Rettungssysteme z.B. ANA Atemnotluftanlage mit festen Steckanschlüssen.

Anwendung der richtigen Ausatemtechnik, um aus einem gesunkenen Uboot mit einem Tauchretter aussteigen zu können.

An der Wasseroberfläche überleben zu können.

Um diesen Auftrag zu erfüllen, wurde der damaligen Ubootlehrgruppe in Neustadt/Holstein am 25.03.1977 der damals technisch aufwendigste und modernste, sowie tiefste Tauchtopf der Welt übergeben.

Alles überragend ist das Gebäude des Tieftauchtopfes, daß ergänzt wird durch einen Flachdachbau und einen Funktionstrakt. Tauchtechnische Anlagen, Diensträume, Hörsäle, Lager und Werkstätten sind im Funktionstrakt untergebracht.

Mit einer Gesamthöhe von 59,15 m über NN ist der Turmbau mit 10 Etagen das höchste Gebäude in Neustadt. In diesem Turm steht der eigentliche Tauchtopf, ein oben offener, stählerner Zylinder mit 7m Durchmesser und einer Höhe von 37,5 m über dem Fundament. Der ständig mit Wasser gefüllte Tauchtopf gibt eine Tiefe von 30 m vor. In 10 m und 20 m Wassertiefe befinden sich Schleusen (Übungsprogramm: Aussteigen in 10m und 20m Tiefe und aus der Sektion). Im Bodenbereich des Stahlzylinders wurde eine U-Boot-Sektion mit integrierter Atemnotluftanlage und zwei Ausstiegsluken (Zentrale/Turmluk und Batterieraum) installiert. Aus dem Batterieraum-Luk sind gerade Ausstiege möglich. Der Uboot-Turm hat eine Schräglage, so daß der Ausstieg aus der Zentrale- bzw Turmluk erschwert wird. Bei gefluteter Uboot-Sektion und geöffneten Ausstiegsluken beträgt die Ausbildungswassertiefe 32,50 m. Zwischen 0m und 20m Wassertiefe kann jeder Bereich mit einer Taucherglocke erreicht werden. Eine fahrbare Arbeits- und Ausbildungsplattform läßt sich stufenlos auf verschiedene Wassertiefen einstellen, um Ausbildungsabschnitte durchzuführen. Von einem zentralen Steuerpult werden sämtliche Kontroll- und Steuervorgänge für die Ausbildungsabläufe geleitet und überwacht. Sollte es während der Tieftauch-Ausbildung zu Unfällen kommen, stehen für die medizinische Sofortbehandlung im Gebäude des Tauchtopfes zwei Taucherdruckkammern zur Verfügung.

Der Tieftauchtopf in Neustadt gehört zu den größten und modernsten im Technischen, als auch im Bereich der Ausbildungsmethoden für Rettungsausbildung von Ubootfahrern.

Ähnliche Einrichtungen für die Ausbildung stehen nur der englischen und amerikanischen Marine zur Verfügung.

Die Planung dieses Tieftauchtopfes geht in den Anfang der sechziger Jahre zurück. Eine Bauzeit von 30 Monaten war erforderlich, um das gesamte Objekt zu erstellen. Die Ubootlehrgruppe begann am 01. April 1977 mit der Uboot-Rettungs- und Taucherfachlichen Aus- und Weiterbildung ihrer Besatzungen.

Von 1962 - 1977 wurde die Ausbildung der deutschen Ubootfahrer bei dem NATO-Partner Norwegen in Haakonsvern bei Bergen durchgeführt.

Inzwischen wurde die Ubootlehrgruppe Neustadt in das Ausbildungszentrum Uboote Eckernförde überführt, der Tauchtopf aus organisatorischen Gründen an die Schiffssicherungsgruppe Neustadt übergeben.

Deswegen können wir jetzt auf ein zwanzigjähriges Jubiläum des Tieftauchtopfes zurückblicken.

 

3.5 Ausbildungszentrum Uboote AZU

Nach Schließung der ULG 1988 wurde das AWU 206 von der Marinewaffenschule dem Ausbildungszentrum Uboote in Eckernförde unterstellt.

Das AZU kann jetzt die Grund- und Einsatzausbildung mit schiffstechnischer Landanlage, Ausbildungsanlage Waffen und der Geräteausbildung an einem Ort durchführen. Ausbildung und Einsatzführung liegen jetzt an einer Stelle.

Es können in den Simulationsanlagen sämtliche Übungsverläufe eingespielt werden und so die Ausbildung realistischer werden lassen, egal welches Seegebiet, Wetter oder Tageszeit gewünscht wird.

So bildet das AWU 206 ein sinnvolle Ergänzung zur Seeausbildung und die Ausbildung kann bis zur optimalen Nutzung gesteigert werden. Die Besatzungen sind dann in der Lage ihr Waffensystem Uboot sicher zu nutzen und zu führen.

 

4. Die Einheiten mit ihren Kommandanten

Stand: 1994

 

Hai S 170

Indienststellung 15.08.57

Außerdienststellung 14.09.66 gesunken

15.08.57-15.10.58 KL Ehrhardt

16.10.58-16.07.60 KL Voß

16.07.60-31.07.63 KL Ernstmann

01.08.63-22.03.64 OL Jung

22.03.64-30.06.66 OL Rehse

01.07.66-14.09.66 OL Wiedersheim

 

Hecht S 171

Indienststellung 01.10.57, Mai 63

Außerdienststellung 19.10.62, 30.09.68

01.10.57-31.12.59 KL Hass

01.01.60-31.05.61 KL Bringewat

01.06.61-31.03.62 KL Kowalik

01.04.62-19.10.62 KL Wüstenberg

Mai 63 -30.07.64 OL Mauch

01.08.64-30.09.66 OL Lehmeier

01.10.66-30.09.68 OL Kratzsch

 

Wilhelm Bauer Y 880

Indienststellung 01.09.60

Außerdienststellung 26.04.68

01.09.60-30.06.61 KL Voß

01.07.61-31.03.63 KK Wiechering

01.04.62-30.09.63 KK Waldschmidt

01.10.67-26.04.68 KL Jung

20.05.70-18.11.80 Zivilbesatzung für BWB Kapt. Braun

 

Hans Techel S 172

Indienststellung 14.10.65

Außerdienststellung 15.12.66

14.10.65-11.10.66 OL Rautmann

12.10.66-15.12.66 OL Orlowski

 

Friedrich Schürer S 173

Indienststellung 06.04.66

Außerdienststellung 15.12.66

06.04.66-15.12.66 OL Hoschatt

 

U 1 (201) S 180

Indienststellung 21.03.62, 03.04.65

Außerdienststellung 22.06.63, 15.03.66

21.03.62-22.06.63 KL Baumann

03.04.65-15.03.66 OL Kramp mit Heckrohrsatz

 

U 1 (205) S 180

Indienststellung 06.06.67

Außerdienststellung 29.11.91

06.06.67-18.08.67 OL Hoschatt

18.08.67-31.03.69 OL Hartmann

01.04.69-19.07.70 KL Priesner

20.07.70-01.10.71 KL Heise

01.10.71-02.10.73 KL Wilhelms

03.10.73-30.09.78 KL Boehm

01.10.78-31.03.82 KK Quast

01.04.83-31.03.84 KL Kröger

01.04.84-29.09.86 KL Brosch

29.09.86-01.10.86 KK Arnsheim

01.10.86-30.03.90 KL Uhde

31.03.90-28.02.91 KK Kröger

01.03.91-15.07.91 KL Bornhorst

15.07.91-29.11.91 OL Schrubstock

 

U 2 (201) S 181

Indienststellung 11.10.62

Außerdienststellung 15.08.63

 

U 2 (205) S 181

Indienststellung 11.10.66

Außerdienststellung 19.03.92

11.10.66-30.09.68 KL Heyden

01.10.68-30.09.69 KL Schäfer

01.10.69-01.07.70 KL Heise

02.07.70-15.02.71 OL Kürschner

15.02.71-30.09.72 KL Ewald

01.10.72-12.01.73 KL Hillebrenner

13.01.73-30.09.73 KL Heise

01.10.73-30.09.75 KL Lüssow H.

 

U 3 S 182

Indienststellung 20.06.64 vom 10.07.62-20.06.64 Leihgabe an Norwegen

Außerdienststellung 15.09.67

20.06.64-29.09.65 OL Mauch

30.09.65-15.09.67 OL Hammer

 

U 4 S 183

Indienststellung 19.11.62

Außerdienststellung 01.08.74

19.11.64- März 64 KL Bringewat

Apr. 64- Sept. 66 OL v.Steynitz

Jan. 67- 30.09.70 OL Schaefer H.

01.10.68-30.09.70 KL Poppe

01.10.70-22.08.71 KL Hoschatt

23.08.71-31.12.71 KL Lüssow H.

01.01.72-09.10.72 KL Becker

10.10.72-02.11.73 KL Saß

03.11.73-07.01.74 KL Poske

08.01.74-01.08.74 KL Bruch

 

U 5 S 184

Indienststellung 04.07.63

Außerdienststellung 17.05.74

04.07.63-15.01.64 KL Wüstenberg

16.01.64-28.02.64 OL Schütz

29.01.64-26.03.64 OL Ullmann

27.03.64-06.12.65 OL Jung

07.12.65-14.07.68 KL Lauer

15.07.68-15.01.70 KL Wilhelms

16.01.70-31.12.70 KL Ewald

01.01.71-02.10.72 KL Nietmann

03.10.72-17.05.74 KL Brausewetter

 

U 6 S 185

Indienststellung 04.07.63

Außerdienststellung 22.08.74

04.07.63-30.09.64 KL Emsmann

01.10.65-31.12.67 OL Jung

01.01.68-22.09.68 OL Holfert

23.09.68-31.12.68 KL Horten

01.01.69-11.08.71 OL Behrens

12.08.71-30.09.71 OL Bruch

01.10.71-30.09.72 KL Hillebrenner

01.10.72-30.09.73 KL Bischoff

01.10.73-22.08.74 KL Schamp

01.10.75-30.09.76 KL Rohlfing

01.10.76-30.09.77 KL Kahler

01.10.77-30.09.81 KL Gieche

01.10.81-30.09.83 KL Bachmann

01.10.83-01.04.86 KL Ehmke

01.04.86-29.06.88 KL Klein

29.06.88-29.03.90 KL Schlosser

30.03.90-19.03.92 KL Laux

 

 

 

U 7 S 186

Indienststellung 16.03.64, 22.05.68

Außerdienststellung 30.09.65, 12.07.74

16.03.64-30.09.65 KL Ewerth

22.05.68-31.03.69 KL Priesner

01.04.69-31.10.70 OL Wensky

01.11.70-30.09.72 KL Quast

01.10.72-30.09.73 KL Behrendt

01.10.73-12.07.74 KL Motter

 

 

 

U 8 S 187

Indienststellung 22.07.64

Außerdienststellung 09.10.74

22.07.64-27.09.65 OL Ullmann

28.09.65-22.09.68 OL Horten

23.09.68-31.12.68 KL Holfert

01.01.69-14.12.69 OL Heise

15.12.69-20.09.70 KL Klößer

01.10.70-30.09.71 KL Liebeneiner

01.10.71-09.10.74 KL Haase

 

U 9 S 188

Indienststellung 11.04.67

Außerdienststellung 03.03.93 jetzt im Technik-Museum Speyer

11.04.67-30-09.67 KL Kramp

01.10.67-15.04.70 LO Holst

16.04.70-31.07.73 KL Pfennig

01.08.73-31.09.75 KL Winckler

01.10.75-30.09.77 KL Vibrans

31.09.77-25.09.80 KL Rohlfing

26.09.80-30.09.82 KL Rutz

31.09.82-18.02.83 KL Knobloch

18.02.83-28.03.85 KL Jeschke

28.03.85-25.02.87 KL Schult

01.03.87-28.09.89 KL Panknier

28.09.89-18.07.90 KL Gaupp

18.07.90-29.05.91 KL Dzulko

29.05.91-12.02.92 KL Schick

20.03.92-30.06.92 KL Laux

24.09.92-30.06.93 KL Knop

 

U 10 S 189

Indienststellung 28.11.67

Außerdienststellung 04.03.93 ab Juni 96 Marine Museum Wilhelmshaven

28.11.67-30.09.68 OL Orlowski

01.10.68-28.09.70 KL Wilhelms

29.07.70-31.12.71 KL Klößer

01.01.72-30.09.72 KL Lüssow H.

01.10.72-30.09.74 KL Quast

01.10.74-30.09.75 KL Bischoff

01.10.75-30.03.77 KL Zeiher

01.04.77-30.09.78 OL Bieber

01.10.78-30.09.80 KL Mai

01.10.80-01.10.81 KL Schmidt

 

U 11 S 190

Indienststellung 21.06.68

Außerdienststellung

21.06.68-31.12.68 KL Ebert

01.01.69-01.10.70 KL Holfert

01.10.70-01.10.71 KL Poppe

01.10.71-30.09.73 KL Liebeneiner

01.10.73-07.01.74 KL Ewald

08.01.74-01.04.74 OL Bieber

01.04.74-17.04.77 KL Borchert

18.04.77-30.09.81 KL Pahmeier

01.10.81-28.03.85 KL Gieche

28.03.85-29.09.86 KK Witte

29.09.86-29.09.87 KL Brühn

01.10.87-30.05.91 KK Zielke

01.10.91-10.08.94 KL Jorck

10.08.94-31.12.95 KL Henatsch

01.01.96- KL Krüger

 

U 12 S 191

Indienststellung 14.01.69, 08.01.74

Außerdienststellung 30.04.71

14.01.69-30.04.71 KL Kratzsch

01.01.74-30.09.74 KL Ewald

01.10.74-30.09.76 KL Kunze

01.10.76-31.03.80 KL Krönke

01.04.81-30.09.82 KL Knobloch

01.10.82-18.02.83 KL Jeschke

19.02.83-01.04.86 KL Schamp

01.04.86-30.09.88 KL Gohde

01.10.88-28.02.91 KL Meyerhoff

01.03.91-30.09.93 KK Kröger

OL Verheyen

 

U 13 S 192

Indienststellung 19.04.73

Außerdienststellung ca. 1997

19.04.73-30.09.75 KL Hillebrenner

01.10.75-30.09.76 KL Bohr

01.10.76-30.09.78 KL Hering

01.10.78-30.09.80 KL Dockhorn

01.10.80-30.09.82 KL Windolph

01.10.82-30.09.84 KL Kupczyk

01.10.84-01.04.86 KL Meyerhoff

01.04.86-29.09.87 KK Luchterhand

01.10.87-22.10.87 KL Hetke

22.10.87-09.01.89 KL Schneider

17.03.89-20.03.92 KK Böke

01.10.92-31.03.93 OL Sparwel

01.10.92-30.06.93 KK Hetke

01.07.93-20.06.94 KL Vorbeck

29.08.94- OL Sparwel

 

 

 

U 14 S 193

Indienststellung 19.04.73

Außerdienststellung ca. 1997

19.04.73-30.09.75 KL Becker

01.10.75-31.03.78 KL Thois

01.04.78-31.09.79 KL Kahler

01.10.79-30.09.81 KL Hering

01.10.84-19.06.86 KL Wegner

19.06.86-28.09.90 KK Bieber

28.09.90-11.08.92 KK Setzer

12.08.92-10.08.94 KL Vorbeck

KL Nisius

 

U 15 S 194

Indienststellung 17.07.74

Außerdienststellung

17.07.74-30.09.78 KL Zeller

01.10.78-30.06.80 KL Ulrich

01.07.80-28.03.84 KL Winckler

20.03.84-24.09.86 KL Ansheim

24.09.86-30.09.88 KL Beese

30.09.88-11.04.89 KL Lakomczak

11.04.89-03.06.93 KK Bartholomeyczik

KL Knop

 

U 16 S 195

Indienststellung 09.11.73

Außerdienststellung

09.11.73-26.09.79 KL Wille

27.09.79-30.09.81 KL Wüstenberg

01.10.81-01.04.84 KK Hett

01.04.84-10.10.86 KK Hering

10.10.86-30.03.88 KK Windolph

01.04.88-31.12.92 KK Boll

KK Ranocha

 

 

 

U 17 S 196

Indienststellung 28.11.73

Außerdienststellung

28.11.73-30.09.75 KL Wüstenberg

01.10.75-30.09.77 KL Toyka

01.10.77-30.09.80 KL Kramer

01.10.80-30.09.82 KL Luchterhand

01.10.82-01.10.84 KL Schulze-Hillert

01.10.84-26.09.86 KK Schuchardt

26.09.86-07.11.88 KK Petermann

07.11.88-09.01.89 KL Weiß

09.01.89-29.09.89 KL Schneider

29.09.89-26.09.91 KL Briel

26.09.91-15.08.93 KK Witte

16.08.93- KL Prahl

 

U 18 S 197

Indienststellung 19.12.73

Außerdienststellung

19.12.73-30.09.77 KL Behrendt

01.10.77-30.03.80 KL Hett

01.04.80-30.09.81 KL Weigel

01.10.81-18.02.83 KL Eberbach

19.02.83-01.04.86 KL Waidlein

01.04.86-30.03.87 KK Krämer

01.04.87-30.09.88 KL Lotz

15.08.88-17.08.90 KL Görg

17.08.90-26.09.93 KL Ruppenthal

OL Trapp

 

U 19 S 198

Indienststellung 09.11.73

Außerdienststellung ca. 1998

09.11.73-30.09.77 KL Imm

01.10.77-31.03.78 KL Kahler

01.04.78-30.09.80 KL Krahnstöver

01.10.89-30.09.82 KL v. Müller

01.10.82-01.10.84 KL Haller

01.10.84-01.04.86 KL Köppen

01.04.86-12.02.87 KL Knigge

01.04.87-30.09.87 KL Feist

01.10.87-22.12.88 KL Neurath

22.12.88-20.03.91 KK Quaet-Faslem

20.03.91-16.07.91 OL Brassen

16.07.91-30.06.93 KL Bornhorst

01.07.92-30.09.92 OL Sparwel

01.10.92-18.10.93 KK Hetke

.07.94 KL Memming

.07.94- KL Lübben

 

U 20 S 199

Indienststellung 24.05.74

Außerdienststellung 26.09.96

24.05.74-31.03.79 KL Bodendieck

01.04.79-30.09.81 KL Schell

01.10.81-01.10.84 KL Roeder

01.10.84-18.08.86 KK Wallner

18.08.86-31.03.88 KL Belau

01.04.88-11.08.88 KL Lotz

11.08.88-28.09.89 KL Jeschke

28.09.89-12.08.91 KL Plettau

12.08.91-29.08.94 KL Faermann

29.08.94-26.09.94 ???

 

U 21 S 170

Indienststellung 16.08.74

Außerdienststellung ca. 1998

16.08.74-25.09.77 KL Molter

26.09.77-30.09.81 KL Bohr

01.10.81-12.03.83 KL Toyka

01.07.83-01.04.86 KL Böke

01.04.86-29.09.86 KK Bachmann

02.10.86-15.03.88 KL Frank

15.03.88-28.09.90 KL Mandt

28.09.90-30.09.93 KL Fischer

01.10.93-10.08.94 KL Henatsch

KL Vorbeck

 

U 22 S 171

Indienststellung 26.07.74

Außerdienststellung

26.07.74-30.06.76 KL Brausewetter

01.07.76-30.09.78 KL Brüggemann

01.10.78-30.09.82 KL Gohde

01.10.82-29.09.86 KK Zeller

29.09.86-28.09.89 KL Krause

28.09.89-10.08.92 KK Köppen

KL Schmidt, J.

 

U 23 S 172

Indienststellung 02.05.75

Außerdienststellung

02.05.75-30.09.76 KL Weigel

01.10.76-30.09.77 KL Ulrich

01.10.77-31.03.83 KL Herrmann

01.04.83-01.10.85 KK Randing

01.10.85-30.09.87 KL Weber

01.10.87-25.09.91 KL Brosch

25.09.91-10.08.93 KL Fortmann

KL Müller

 

U 24 S 173

Indienststellung 16.10.74

Außerdienststellung

16.10.74-26.09.76 KL Bruch

27.09.76-31.03.79 KL Krause

01.04.79-31.08.82 KK Rohr

27.09.84-18.12.87 KL Bartholomeyzcik

18.12.87-30.09.88 KK Schulze-Hillert

01.04.88-11.08.88 KL Jeschke

12.08.88-31.07.89 KL Lotz

21.09.89-21.09.92 KL Prasse

21.10.92-30.09.94 KL Zaoer

KL Briel

 

U 25 S 174

Indienststellung 14.06.74

Außerdienststellung

14.06.74-31.03.76 KL Unger

01.04.76-31.03.81 KL Petsch

01.04.81-16.10.81 KL Kunze

81-10.01.82 OL Lakomczak

11.01.82-31.03.83 KK Manseck

03.08.83-03.01.86 KL Quaet-Faslem

03.01.86-29.01.88 KK Rohlfing

29.01.88-01.09.88 KK Schulze-Hillert

02.09.88-23.09.91 KK Witte

23.09.91-30.09.93 KL Pauly

KK Gaupp

 

U 26 S 175

Indienststellung 13.03.75

Außerdienststellung

13.03.75-03.04.78 KL Manseck

04.04.78-20.09.79 KL Lüssow, K.

21.09.79-24.10.81 KL Schuchard

25.10.81-18.02.83 KL Uhde

19.02.83-30.09.84 KL Jeschke

01.10.84-19.06.86 KL Bieber

19.06.86-30.09.87 KL Wegner

01.10.87-29.09.89 KL Röder

29.09.89-14.09.90 KL Gemein

17.09.90-30.09.92 KL Gaupp

KL Buth

 

U 27 S 176

Indienststellung 16.10.74

Außerdienststellung ???

16.10.74-31.03.77 KL Schamp

19.09.77-09.12.77 KK Wallner

09.12.77-31.03.81 KL Unger

01.04.81-30.06.81 KK Petsch

01.07.81-30.09.81 OL Kähler

01.10.81-05.08.84 KL Krönke

05.08.84-01.10.85 KK v.Müller

01.10.85-20.08.87 KK Schmidt

20.08.87-06.06.88 KK Setzer

07.06.88-28.06.89 KL Wartins

28.06.89-15.08.91 KL Loth

15.08.91-30.09.91 KL Plettau

30.09.91-05.09.93 KK Brühn

 

U 28 S 177

Indienststellung 18.12.74

Außerdienststellung

18.12.74-31.03.75 KL Haase

01.04.75-12.04.78 KL Saß

14.04.78-30.09.79 KL Windolph

01.10.79-01.1081 KL Kupcyk

01.10.81-27.08.84 KL Scharf

27.08.84-30.09.87 KL Weiß

01.10.87-15.03.88 KL Mandt

15.03.88-28.06.88 KL Frank

29.06.88-01.09.89 KL Hetke

01.09.89-26.09.91 KK Becker

26.09.91-08.07.94 KL Schmidt-Raiser

08.07.94-08.03.95 KL Loth

KL Zerull

 

U 29 S 178

Indienststellung 27.11.74

Außerdienststellung

27.11.74-30.09.78 KL Brandt

01.10.78-08.06.80 KL Vibrans

09.06.80-01.10.85 KL Brandt

01.10.85-01.04.87 KL Feist

01.04.87-30.09.87 KK Krämer

01.10.87-17.07.90 KL Neurath

17.07.90-26.09.93 KK Schult

KL Hausmann

 

U 30 S 179

Indienststellung 13.03.75

Außerdienststellung

13.03.75-18.12.77 KL Eberbach

19.12.77-30.09.78 KL Wallner

01.10.78-30.09.82 KL Brausewetter

01.10.82-20.08.84 KL Brüggemann

20.08.84-26.09.87 KL Weber

26.09.87-30.09.87 KL Schneider

01.10.87-28.06.88 KL Hetke

28.06.88-28.09.90 KL Ranocha

28.09.90-30.09.93 KL Haller

KL Pache

 

Lahn A 55

Indienststellung 24.03.64

Außerdienststellung 26.04.91

24.03.64-31.08.65 KK Haas

01.09.65-02.10.66 KK Wüstenberg

03.10.66-11.12.67 KK Freytag V

14.12.67-30.09.69 KK Hamann

01.10.69-31.01.71 KK v. Eitzen

01.02.71-30.05.75 KK Schaefer

01.06.75-30.09.78 KK Bott

01.10.78-30.09.81 KK Lorenz

01.10.81-30.09.82 JJ Boehm

01.10.82-13.01.89 KL Wenzel

13.01.89-26.04.91 KK Weiß

 

Lech A 56

Indienststellung 08.12.64, 21.02.75

Außerdienststellung 29.03.68, 30.06.89

08.12.64-31.03.65 KK Solarek

01.04.65-30.09.67 KK Jäckel

01.10.67-29.03.68 KL Prien

21.02.75-31.09.76 KK Kratsch

01.10.76-25.04.79 KK Adolph

26.04.79-30.09.81 KK Boehm

01.10.81-29.03.85 KK Wüstenberg

29.03.85-30.06.89 KK Gieche

 

Passat Y 800

Indienststellung 01.10.59 vorher von 1957-30.09.59 zivil unter Kapt. Jedlika

Außerdienststellung 31.08.67 1971 abgebrochen

01.10.59-03.11.61 KL Wüstenberg

04.11.61-18.12.61 KL Freytag

19.12.61-03.04.64 KL Wüstenberg

04.04.64-10.12.65 KL Lorey

11.12.65-24.06.66 OL Starbusch

25.06.66-12.07.66 OL d.R. Lepski

 

Merkur M 1066

Indienststellung 11.01.63

Außerdienststellung 31.10.68

11.01.63-31.03.64 HB Nevermann

01.04.64-09.02.68 HB Händel

09.02.68-13.06.68 HB Lange

14.06.68-18.09.68 HB Jahnke

19.09.68-31.10.68 HB Grümmer

 

Meersburg A 1418

Indienststellung 25.06.67

Außerdienststellung

14.12.89-09.07.91 FK Gräff nach Unterstellung zum 3.UG am 08.01.90

09.07.91-27.03.92 KK Weiß

27.03.92-15.11.94 KK Böke

KL Jorek

 

 

5. Die Kommandeure

 

5.1 Kommandeure der Amphibischen Streitkräfte

01.11.58-31.03.62 KzS Kretschmer

01.04.62-30.09.63 KzS Topp

 

5.2 Ubootflottille

01.12.62-05.01.64 KzS Reeder

06.01.64-31.03.65 FK Lange

01.04.65-31.12.69 KzS Janssen

01.01.70-30.09.80 KzS Bladus

01.10.80-26.09.86 KzS Ewerth

26.09.86-26.09.88 KzS Horten

26.09.88-30.09.91 KzS Lüssow, H.

01.10.91-16.03.96 KzS Pfennig

KzS Borchert

 

5.3 Ubootlehrgruppe

01.08.59-05.01.61 FK Reche

06.01.61-15.01.64 FK Janssen

16.01.64-19.06.65 FK Wichering

20.06.65-30.09.68 FK Marholz

01.10.68-30.09.71 FK Knaup

01.10.71-30.09.81 FK Bringewat

01.10.81-23.09.86 FK Hartmann

23.09.86-31.03.88 FK Lüssow, K.

AWU

01.04.88-31.03.90 FK Bruch

01.04.90-28.09.92 FK Petsch

28.09.92-31.08.93 FK Rohlfing

01.09.93- FK Schmidt

 

5.4 1.Ubootgeschwader

01.10.61-30.03.63 FK Lange

01.10.63-30.09.66 FK Ehrhardt

01.10.66-30.09.69 FK Kowallik

21.01.71-30.09.73 FK Ewerth

01.10.73-31.10.76 FK Ullmann

01.11.76-14.03.80 FK Jung

15.03.80-31.03.83 FK Holfert

01.04.83-31.03.85 FK Bischoff

01.04.85-30.09.87 FK Hillebrenner

01.10.87-01.04.89 FK Borchert

01.10.89-20.09.91 FK Herrmann

25.09.91-31.03.94 FK Hett

FK Roeder

 

5.5 3.Ubootgeschwader

01.09.72-31.05.73 KK Kramp

01.04.73-31.08.75 FK Jung

01.09.75-14.08.77 FK Horten

15.08.77-15.10.81 FK Heise

16.10.81-30.09.82 FK Lüssow, H.

01.10.82-30.09.84 FK Pfennig

01.10.84-23.09.86 FK Molter

23.09.86-22.08.88 FK Behrendt

22.08.88-22.03.91 FK Vibrans

22.03.91-31.03.91 FK Eberbach

01.04.93-27.01.95 FK Wallner

FK Weber

 

6. Technische Daten der Uboote

 

6.1 Klasse 240 ex Typ XXIII der Kriegsmarine

U Hai Größe 234/275 ts

U Hecht Länge 36,0 m

Breite 3,0 m

Tiefgang 4,0 m

Leistung 600/600 PS

Geschw. 10/12,5 Kn

Bewaffnung 2 BTR

Besatzung 19 Mann

 

6.2 Klasse 241 ex Typ XXI der Kriegsmarine

Wilhelm Bauer Größe 1620/1820 ts

Länge 76,7 m

Breite 6,6 m

Tiefgang 6,9 m

Leistung 1200/1200 PS

Geschw. 15,6/17,5 Kn

Bewaffnung 4 BTR

Besatzung 57 Mann

 

6.3 Klasse 201

U1, U2, U3 Größe 395/430 ts

Länge 42,0 m

Breite 4,6 m

Tiefgang 4,0 m

Leistung 1200/1200 PS

Geschw. 10,7/17,5 Kn

Bewaffnung 8 BTR

Besatzung 21 Mann

 

6.4 Klasse 205 als Versuchsboot Brennstoffzelle

U 1 Größe 370/450 ts

Länge 45,0 m

Breite 4,6 m

Tiefgang 4,0 m

Leistung 1200/1500 PS

Geschw. 10/18 Kn

Bewaffnung 8 BTR

Besatzung 21 Mann

 

6.5 Klasse 202

U Techel Größe 100/137 ts

U Schürer Länge 23,1 m

Breite 3,4 m

Tiefgang 2,7 m

Leistung 350/350 PS

Geschw. 6/13 Kn

Bewaffnung 2 BTR

Besatzung 6 Mann

 

6.6 Klasse 205

U4, U5, U6, Größe 370/450 ts

U7, U8 Länge 43,5 m

Breite 4,6 m

Tiefgang 4,0 m

Leistung 1200/1500 PS

Geschw. 10/18 Kn

Bewaffnung 8 BTR

Besatzung 21 Mann

 

6.7 Klasse 205

U9, U10 Größe 370/450 ts

Länge 43,5 m

Breite 4,6 m

Tiefgang 4,0 m

Leistung 1200/1500 PS

Geschw. 10/18 Kn

Bewaffnung 8 BTR

Besatzung 21 Mann

 

6.8 Klasse 205

U11,U12 Größe 370/450 ts

Länge 43,5 m

Breite 4,6 m

Tiefgang 4,0 m

Leistung 1200/1500 PS

Geschw. 10/18 Kn

Bewaffnung 8 BTR

Besatzung 21 Mann

 

6.9 Klasse 206

U13 - U20 Größe 450/498 ts

Länge 48,6 m

Breite 4,6 m

Tiefgang 4,3 m

Leistung 1500/1800 PS

Geschw. 10/18 Kn

Bewaffnung 8 BTR

Besatzung 22 Mann

 

6.10 Klasse 212

U ? - U ? Größe 1350 ts

Länge 53,5 m

Breite 6,8 m

Leistung 1440 PS / 1060 kW

Geschw. 12/20 Kn

Bewaffnung 8 BTR ?

Besatzung 22 Mann ?

Tauchtiefe geheim

 

 

7. 1997 das Jahr der Jubiläen

1997 - für die Ubootflottille ein Jahr der Jubiläen, aber auch ein Jahr der tiefgreifenden Veränderungen!

Die Indienststellung von U Hecht am 16.08.1957 in Kiel war zugleich auch Auftakt zum Aufbau einer neuen Ubootwaffe der deutschen Marine. Seitdem sind fast 40 Jahre vergangen, die Uboote sind längst wieder ein unverzichtbarere Bestandteil unserer Flotte geworden. Ob in nationalen Einsätzen oder in NATO-Manövern, ob in heimischen Gewässern oder im Mittelmeer, wo immer Uboote und ihre Besatzungen eingesetzt wurden, haben sie sich bewährt, Achtung und Anerkennung durch unsere NATO-Partner erfahren.

Den Reigen der Jubiläen eröffnet in diesem Jahr aber zunächst das 1.Ubootgeschwader in Kiel. Mit dem Zulauf der ersten Neubauten der Klasse 201 und der Indienststellung von U 1 am 20.03.1962 unter dem Kommando von KKpt Baumann, erfolgte auch die Aufstellung des 1.Ubootgeschwaders, damals noch unter dem Kommando der Amphibischen Streitkräfte. Die eigentliche Ubootflottille wurde am 01.12.1962 von dem damaligen Kpt Rehder in Eckernförde aufgestellt.

Der jüngste Sproß der Ubootflottille feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Am 01.04.1972 wurde das 3.Ubootgeschwader unter dem Kommando von KKpt Kramp in Eckernförde aufgestellt. Die Unterseeboote U 13 und U 14, Indienststellung am 19.04.1972, waren die ersten Einheiten des neuen Verbandes, der am 02.05.1973 mit der Indienststellung von U 23 seine Sollstärke erreichte. Dem 3.Ubootgeschwader unter dem Kommando von FKpt Bartholomeyczik gehören heute die modernisierten Uboote der Klasse 206 A an. Ein weiteres rundes Jubiläum wird es allerdings für dieses Geschwader wohl nicht mehr geben. Im Herbst 1997 beginnt der Stab der Ubootflottille mit dem Umzug nach Eckernförde. Das 3.Ubootgeschwader wird dann in den Stab der Ubootflottille integriert werden. Mit nach Eckernförde kommen die Unterseeboote U 11 und U 12 sowie der Versorger Meersburg. Im Laufe des Jahres werden dann die derzeit noch in Kiel liegenden U 13 und U 14 außer Dienst gestellt, denen in 1998 die beiden letzten Boote der Klasse 206 U 19 und U 21 folgen werden.

 

 

8. Der Uboot-Bau in Deutschland nach 1945

Die Beschäftigung mit Ubooten fing 1956/57 bei den Kieler Howaldtwerken an. Es wurden die gehobenen Boote des Typ XXIII der ehemaligen Kriegsmarine für die neue Bundesmarine wiederhergestellt. Sie wurden zum zweiten Mal unter den Namen Hai und Hecht in Dienst gestellt. 1958 wurde ebenfalls mit der Herstellung des Ubootes Typ XXI der ehemaligen Kriegsmarine begonnen. Es wurde zum zweiten Mal am 01.09.60 in Dienst gestellt wurde, nachdem es zwischenzeitlich den Namen Wal getragen hatte.

Der Uboots-Neubau begann mit dem Auftrag über 12 Uboote der Klasse 201 im Jahre 1959

 

 

 

Auflistung der Uboot-Neubauten nach Werften

8.1 Howaldtwerke

Boots-Bezeichnung Typ Ablieferung Bemerkungen

U 1 S180 201 20.03.62

U 2 201 03.05.62

U 3 S182 201 10.07.62

U 4 S183 205 19.11.62

U 5 S184 205 04.07.63

U 6 S185 205 24.07.63

U 7 S186 205 16.03.64

U 8 S187 205 .07.64

U 2 S181 205v 11.10.66

U 1 S180 205v 26.06.67

U 9 S188 205v 11.04.67

U 10 S189 205v 28.11.67

U 11 S190 205v 21.06.68

U 12 S191 205v 14.01.69

Glafkos S110 209 06.09.71 Griechenland

Nirefs S111 209 10.02.72 Griechenland

Triton S112 209 08.08.72 Griechenland

Protefs S113 209 23.11.72 Griechenland

Salta S31 209 07.03.74 Argentinien

San Luis S32 209 24.05.74 Argentinien

U 13 S192 206 19.04.73

U 15 S194 206 17.07.74

U 17 S196 206 28.11.73

U 19 S198 206 09.11.73

U 21 S170 206 16.08.74

U 27 S176 206 16.10.74

U 29 S178 206 27.11.74

Islay S45 209 29.08.74 Peru

Arcia S44 209 21.01.75 Peru

Pijao S28 209 18.04.75 Kolumbien

Tayrona S29 209 16.07.75 Kolumbien

Atilay S347 209 23.07.75 Türkei

Saldiray S348 209 21.10.75 Türkei

Boots-Bezeichnung Typ Ablieferung Bemerkungen

Sabalo S21 209/1300 06.08.76 Venezuela

Caribe S22 209/1300 11.03.77 Venezuela

Shyri S11 209/1300 05.11.77 Ecuador

Huancavilca S12 209/1300 16.03.78 Ecuador

Batiray S349 209 20.07.78 Türkei

Yildiray S350 209 06.01.81 Türkei

Poseidon S116 209 21.03.79 Griechenland

Amfitriti S117 209 03.07.79 Griechenland

Okeanos S118 209 15.11.79 Griechenland

Pontos S119 209 18.05.80 Griechenland

Casma S31 209 19.12.80 Peru

Antofagasta S32 209 22.05.81 Peru

Chipana S34 209 28.10.82 Peru

Pisagua S33 209 12.07.83 Peru

Cakra S401 209/1300 14.03.81 Indonesien

Nanggala S402 209/1300 06.07.81 Indonesien

Doganay S351 209 16.11.84 Türkei

Thomson S20 209/1400 07.05.84 Chile

Simpson S21 209/1400 18.08.84 Chile

Shishumar S44 1500 22.09.86 Indien

Shankush S45 1500 20.11.86 Indien

Shanule S46 1500 Indien geb.

Shakli S47 1500 Indien geb.

Tupi S30 209/1400 20.12.88 Brasilien

Tamojo S31 209/1400 Brasilien geb.

Dolunay S352 209 21.07.89 Türkei

Timbiria S32 209/1400 Brasilien geb.

Tapajos S34 209/1400 Brasilien geb.

Preveze S353 209/1400 Türkei geb.

U 29 S178 206 A 07.89 Umbau

U 16 S195 206 A 11.89 Umbau

U 25 S174 206 A 06.90 Umbau

U 28 S177 206 A 12.90 Umbau

U 17 S196 206 A 05.91 Umbau

U 18 S197 206 A 12.91 Umbau

 

Auf den Nordseewerken in Emden begann der Uboot-Neubau am 29.Januar 1962 mit der Unterzeichnung des Vertrages zum Bau für die norwegische Marine.

Zwischenzeitlich hatte die Werft ein paarmal den Namen gewechselt von Nordseewerke Emden über Rheinstahl Nordseewerke GmbH nach Thyssen Nordseewerke GmbH.

8.2 Nordseewerke

Boots-Bezeichnung Typ Ablieferung Bemerkungen

Kinn S316 207 08.04.64 Norwegen

Kya S317 207 15.06.64 Norwegen

Kobben S318 207 17.08.64 Norwegen

Kunna S319 207 29.10.64 Norwegen

Kaura S315 207 05.02.65 Norwegen

Ula S300 207 07.05.65 Norwegen

Utsira S301 207 08.07.65 Norwegen

Boots-Bezeichnung Typ Ablieferung Bemerkungen

Utstein S302 207 15.09.65 Norwegen

Utvaer S303 207 01.12.65 Norwegen

Uthaug S304 207 16.02.66 Norwegen

Sklinna S305 207 27.05.66 Norwegen

Skolpen S306 207 17.08.66 Norwegen

Stadt S307 207 15.11.66 Norwegen

Stord S308 207 14.02.67 Norwegen

Svenner S309 207 12.06.67 Norwegen

U 14 S193 206 19.04.73

U 16 S195 206 09.11.73

U 18 S197 206 19.12.73

U 20 S199 206 24.05.74

U 22 S171 206 26.07.74

U 24 S173 206 16.10.74

U 26 S175 206 13.03.75

U 28 S177 206 18.12.74

U 30 S179 206 13.03.75

U 23 S172 206 02.05.75

Santa Cruz S41 TR1700 27.09.84 Argentinien

San Juan S42 TR1700 23.11.85 Argentinien

Santa Fe S43 TR1700 Argentinien geb.

Santiago

del Estero S44 TR1700 Argentinien geb.

Ula S300 P6071 27.04.89 Norwegen

Uredd S301 P6071 03.05.90 Norwegen

Utvaer S302 P6071 01.11.90 Norwegen

Utstein S304 P6071 06.12.91 Norwegen

Utsira S305 P6071 15.06.92 Norwegen

U 23 S172 206 A 09.89 Umbau

U 30 S179 206 A 01.90 Umbau

U 22 S171 206 A 09.90 Umbau

U 27 S176 206 A 03.91 Umbau

U 15 S194 206 A 08.91 Umbau

U 26 S175 206 A 02.92 Umbau

 

8.3 Atlaswerke

Atlas-Werke Bremen waren noch nicht als Bauwerft für Uboote tätig geworden. Sie waren bisher für Ortungs- und Überwachungsanlagen für Uboote bekannt, die auch schon in den Booten der Kriegsmarine vorhanden waren. Es sollte eine Überwachung der Ostsee stattfinden, denn zu dieser Zeit befanden wir uns noch mitten im Kalten Krieg.

Deshalb war der Vorschlag kleine Überwachungsboote zu bauen aufgekommen. 1954 hatte die Werft Pläne für ein derartiges Klein-Uboot vorgelegt. Es sollten 40 Stück gebaut werden.1961 wurde mit dem Bau begonnen, da sie sich nicht bewährten wurde der Bau 1965 eingestellt.

Boots-Bezeichnung Typ Ablieferung Bemerkungen

Hans Techel S172 202 15.10.65

Friedrich Schürer S173 202 06.04.66


Bei Fragen EMail an Uwe Rodewald, U-Boot Kameradschaft Hamburg e. V.